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Diakonische Gemeinschaft? Darum!

Ein christliches und berufliches Netzwerk bilden

Profis in der Pflege – oder in anderen Berufen – mit einem christlichen Fundament. Frauen und Männer, die sich für diakonisches Handeln engagieren und mit beiden Beinen fest im Leben stehen. Menschen, die ihren Glauben leben möchten und ein gemeinsames Werteverständnis haben.


Berufung: Nicht nur ein Wort

Was verbinden Diakonieschwestern bzw. Diakoniebrüder mit dem Wort “Berufung”? Sehr viel: Es geht um Glauben, es geht um suchen und finden, es hat mit Profession, mit dem Beruf zu tun.

An dem Platz, den ich am besten ausfüllen kann…

Meine Arbeit im stationären Hospiz ist nicht Beruf, sondern eine echte Berufung. Gott hat mich an den Platz gestellt, den ich mit meinen Begabungen am Besten ausfüllen kann und er schenkt mir immer wieder die erforderliche Kraft dazu. Aus Gottes Liebe leben und diese weitergeben – das ist auch ein Teil der Berufung.

Schwester Ute Arnemann

Im Einklang sein…

Berufung ist: Den eigenen Begabungen gemäß zu leben und zu arbeiten. Im Einklang zu sein mit dem, was Gott für mich vorhat, wie er mich gedacht hat. Die innere Sicherheit für sich zu haben, am richtigen Platz zu sein. Immer wieder ein offenes Ohr zu haben für das, was dran ist.

Vorstandsoberin Constanze Schlecht

Beruf kommt von Berufung…

Für mich kommt das Wort Beruf von Berufung. Es geht für mich nicht einfach nur darum irgendeinen Job gut zu machen, weil man das Handwerkszeug gelernt hat. Es sollte eine Tätigkeit sein, die meinen Kopf, meine Hände und mein Herz füllen.

Schwester Insa Holtmann

…wenn es schwierig ist…

Berufung ist: Sich mit einer Aufgabe zu identifizieren und sich dafür einzusetzen, auch wenn es schwierig ist.

Schwester Ilse Talmon-Gros

    Wo kommen wir her? Wo stehen wir? Wo gehen wir hin?

    Positionspapier von Oberin i.R. Ellen Muxfeldt zur Oberinnenwahl der Diakonieschwesternschaft Herrenberg-Korntal

    Historische Wurzeln

    Die Gründung unserer Gemeinschaften entstand aus den sozialen Nöten um 1900. Theologieprofessor Friedrich Zimmer entwickelte eine neue Vision: Eine selbstgeführte Genossenschaft von Frauen, die sich vom abhängigen Diakonissensystem unterschied.

    Seine revolutionäre Idee war ein doppelter Auftrag: Diakonie an Frauen und durch Frauen. Frauen sollten eine gründliche Ausbildung erhalten, die sie wirtschaftlich selbständig machte und ihnen Ehe und Familie offen hielt. Zimmer wandte sich bewusst an gebildete Mittelstandsfrauen mit dem Grundsatz: "Nicht dienen, um zu verdienen, aber verdienen, um dienen zu können."

    Das neue Modell

    Die Genossenschaft bot Frauen:

    • Selbstbestimmung des Arbeitsplatzes
    • Demokratische Strukturen
    • Bargeld und Altersversorgung
    • Eigenverantwortung statt Abhängigkeit

    Diese Idee war den Mutterhäusern zu weltlich, den Frauenrechtlerinnen zu fromm. Dennoch wurde sie ein großer Erfolg mit über 4.000 Schwestern in der Hochzeit.

    Gesellschaftlicher Wandel

    Die rechtliche Situation von Frauen war bis in die 1970er Jahre dramatisch eingeschränkt: Ehemänner bestimmten über Frauen und Kinder, verwalteten deren Lohn und konnten Arbeitsstellen kündigen. Erst 1977 durften Frauen ohne Erlaubnis des Mannes berufstätig sein.

    Heute verdienen Frauen noch 22% weniger als Männer. Diakonie an der Basis hat ein weibliches Gesicht, in der Leitung ist sie mehrheitlich männlich. Strukturelle Verbesserungen und gezielte Ermutigung von Frauen für Führungspositionen sind weiterhin nötig.

    Heutige Herausforderungen

    Die Schwesternschaft hat heute knapp 2000 Mitglieder, zwei Drittel im aktiven Dienst. Schwesternhäuser gibt es kaum noch, vieles hat sich in individuelle Verantwortung verlagert. Die mittlere Generation ist meist verheiratet mit Lebensmittelpunkt in der Familie.

    Was heute verbindet: Junge Menschen suchen gute Ausbildung und erwarten, dass christliches Menschenbild den Umgang prägt. Die gemeinsame diakonische Bildung ist nachhaltig prägend. Das Heimathaus bietet Raum für Glaubens- und Lebensfragen abseits von Arbeitsplatz und Familie.

    Zukunftsperspektive

    In einer säkularen Gesellschaft werden wir keine Massenbewegung. Aber solange die Gemeinschaften geistlichen und mitmenschlichen Rückhalt bieten und den diakonischen Auftrag nicht aus den Augen verlieren, werden wir lebendig sein.

    Der Auftrag als Christen, Menschen in Not beizustehen, bleibt bestehen. Es wird immer Menschen geben, denen es mit dem Rückhalt einer Gemeinschaft leichter fällt, diesem nachzukommen. Eine Gemeinschaft kann oft mehr bewirken als eine einzelne Person.

    Die über 100-jährige Geschichte zeigt: Die Gemeinschaften haben Anfechtungen, Kriege, Diktatur und Unwegsamkeiten überstanden. In einer Zeit mit Druck am Arbeitsplatz und sozialer Kälte haben Menschen große Sehnsucht nach Orten des Vertrauens und der Geborgenheit.

    Downloads

    Unsere Ordnung

    Unsere Ordnung ist die Grundlage der Diakonischen Gemeinschaft und regelt u.a. die Zugehörigkeit und die Gestellung.

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    Eine ältere Frau schenkt einem älteren Mann einen Kaffee ein

    Unser Pflege- und Dienstverständnis

    Unsere Leitlinie für eine Pflege und Dienstauffassung nach dem christlichen Menschenbild.

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    Ein Kreis von vielen Menschen

    Unser Flyer

    Mehr Infos über unsere Diakonische Gemeinschaft finden Sie hier:

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    Zwei Hände formen ein Herz